Blockdiek braucht Mutbürger

Es braucht ein Mutbürgertum in allen Osterholzer Quartieren wenn man etwas bewegen will so mein Fazit nach dem kommunalpolitischen Rundgang. Aktuell sind es in Blockdiek überwiegend 70 bis über 80-jährige Bürger/innen die sich darum kümmern daß das Quartier nicht erneut kippt.

 

Am vergangenem Sonntag traf ich mich mit Frau Schönfelder (Grüne), Herrn Krauskopf (CDU) und Yasar Kocas (FDP) um gemeinsam mit zwei weiteren Bürgern über die wichtigsten Probleme im Quartier zu sprechen. Leider waren die Themen zu vielfältig um alle ab zu arbeiten.

 

Nahversorgung

 

Die Versorgung mit Lebensmitteln war schon leicht problematisch als es den Netto-Markt noch gab, denn neben Kassenschlangen bis zum Ende der Regalreihe war auch die schlechte Warendispo schuld an der Situation. Was dem Markt den Todesstoß versetzt hat waren die ständig ausfallenden Kühltheken. Hoffnung brachte die Einwohnerversammlung 2019 als der Eigentümer verkünden lies das REWE beabsichtigt seinen Markt zu erweitern, das weckte die Hoffnung so das Einkaufzentrum aufstocken zu können um einen zusätzlichen Markt so wie weitere benötigte Angebote zu schaffen. Darauf hin tat sich eine kleine Gruppe von Blockdieker/innen zusammen um ein Nahversorgungskonzept zu entwickeln das die Interessen aller in Blockdiek/Ellener-Feld und der Laufkundschaft gerecht wird. In einer dreigliedrigen Befragung bestehend aus einer Befragung beim EKZ, einer Straßenbefragung und einer Haltestellenbefragung von Einwohnern die mit ihren Einkäufen aus anderen Zentren ausstiegen fand man heraus das rund 75% mit der Lebensmittelversorgung unzufrieden sind. Rund 65% wünschen sich einen Discounter als Ergänzung zu Rewe, aber auch ein Bio-Discounter steht auf der Wunschliste der Osterholzer deshalb bietet es sich gerade zu an ihn direkt gegenüber dem Klimaquartier zu etablieren. Um das realisieren zu können müsste im ersten Schritt das Waschhaus weichen um dann ein Stück Richtung Parkplatz ein Stadtteilzentrum zu errichten, dort sollen Hauswarte, Ärzte, Cafe Blocksberg und ein modernes Waschhaus einziehen. Im zweiten Zug kann dann der Ausbau des Einkaufzentrums beginnen so der erste Vorschlag des AK Blockdiek. Die alternative Lösung wären zwei kleinteilige Angebote mit einem Discounter in der ehemaligen Sparkassenfiliale und einem kleinen Bio-Supermarkt in der ehemaligen Filiale der Post. 

 

Cafe Blocksberg

 

Viele wünschen sich einen Treffpunkt wo man sich fern von der Trinkerszene  mal abends und am Wochenende treffen kann. Dafür soll das Angebot des Cafe Blocksberg erweitert werden so das abends und am Wochenende auch geöffnet ist. Dafür soll es zu einem Trainingszentrum für künftige Servicekräfte und Küchenpersonal für die Gastronomie werden, so die Idee von Karl-Heinz Peeks. Dazu sollen Gastronomen die Personal suchen die Möglichkeit bekommen sich hier das Personal mal in der Praxis anschauen um ein objektives Bild zu bekommen.

 

Waschhaus

 

Alle bei dem Rundgang waren sich einig das die Zeiten des Waschhauses nicht auf die Bedürfnisse der Einwohnenden zugeschnitten sind. Auch hier gäbe es zwei Möglichkeiten, der eine ist man siedelt ein kleines Waschcenter an oder man modernisiert das bestehende Angebot so das ein Zugang auch außerhalb der Betriebszeiten der BRAS möglich ist.

 

Geh- und Radwege

 

Seit Jahren sacken alle Gehwege an den Straßen zur Straßenseite ab. Auch die Verbindungswege sind wie an vielen Stellen im Stadtteil marode und müssen dringend saniert werden.

 

Müllprobleme

 

Insbesondere bei den Großwohnanlagen Kölner, Düsseldorfer und Wuppertaler Straße werden regelmäßig die Wege vor den Tonnen mit Müllsäcken vollgestellt obwohl in den Containern noch ausreichend Platz ist. Auch mit dem Anmelden von Sperrmüll scheint so mancher ein Problem zu haben. Seit langen kümmern sich die Mitglieder des AK Blockdiek um das Thema in dem sie mit mehrsprachigen Aufklärungsflyern auf das Problem aufmerksam machen und die illegalen Sperrmüllablagerungen der BSR melden. 

 

Obstlehrpfad Viersener Weg

 

Da Bäume entlang des Bahndamms der Linie 1 eher suboptimal deshalb habe ich mir Gedanken gemacht ob man nicht mindestens die Wiese am Tunnel zu einer Mischobstbaumwiese macht damit sich Grunschul- und Kitakinder anschauen können woher das Obst kommt. 

 

Blockdieker Kühe

 

Für viele Blockdiekerinnen und Blockdieker besonders für die Kinder waren die Blockdieker Kühe ein Wahrzeichen des Quartieres. Trotz frühzeitiger Anfragen an den Senator für Kultur als auch an den Senator für Umwelt konnte zunächst niemand beantworten wo die Kühe verblieben sind. Mittlerweile hat die Umweltsenatorin mitgeteilt das sie entsorgt wurden. Ich habe im Rahmen des Rundgang darum gebeten das man für Ersatz sorgt.

 

Leider war keine Zeit mehr über das Thema Angebote für Seniorinnen und Senioren zu reden. Es hat mich gefreut das Frau Schönfelder (Grüne), Herr Krauskopf (CDU) und Herr Kocas (FDP) teilgenommen haben. Die beiden Vertreter/innen der SPD haben kurzfristig abgesagt, zumindest Herr Lieder hat eine Entschuldigung denn er arbeitet in der Gastronomie vom Weserstadion. Es war mit allen Beteiligten ein konstruktiver Rundgang durch Blockdiek bei den ich noch mal einige Ärgernisse aus den letzten Jahren angesprochen habe. Jetzt braucht es viele Menschen aus Blockdiek die ihre Anliegen in der kommenden Legislaturperiode in den Einwohnerversammlungen vortragen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin (Dienstag, 18 April 2023 22:20)

    Ich hatte leider keine Zeit, Renovierung in der Wohnung. Ich hätte noch gerne die Parksituation für die Anwohner des Einkaufszentrums angesprochen. Die großen Parkplätze sind an eine dubiose Firma verkauft worden und so fehlen die Parkplätze für die Anwohner. Alle parken jetzt in der Günther Hafemann Straße. Dabei gibt es zwei große Betonwüsten, die überwiegend nicht benutzt werden dürfen. Ein Anwohnerausweis könnte vielleicht helfen.