Discounterschließungen: Mythen, Märchen und Döntjes

Immer wieder wenn es um die Schließung von Aldi in Tenever und Netto in Blockdiek geht kursieren die krudesten Theorien über die Gründe, dabei ist die Realität viel banaler als man denkt. Der glaubwürdigste Mythos sind zu geringe Umsätze, aber selbst dieser entspricht nicht der Wirklichkeit. 

 

Aldi Tenever

 

Hier wird erzählt das die Umsätze zu gering waren, doch in der Realität waren die Umsätze genauso hoch wie in den anderen Märkten von Aldi. Hier war zwar in der Tat die Kundenfrequenz geringer als anderen Orts dafür waren die Umsätze pro Kunden höher, das lag wohl in erster Linie an den langen Wegen zum Discounter. Ein weiterer Mythos ist die hohe Diebstahlsrate, auch diese Behauptung ist schlicht weg falsch. Auch das Gerücht man wolle die Osterholzer dafür abstrafen das ein Ausbau des Marktes an der Osterholzer Heerstraße nicht genehmigt wurde ist Bullshit. Der wirkliche Grund für die Zusammenlegung der Märkte Tenever und Arbergen liegen in der Tatsache das es weder in Arbergen noch in Mahndorf eine verkehrsgünstige Fläche für einen Neubau in der gewünschten Größe gab, man hoffte mit der Zusammenlegung beider Märkte den Kundenstamm zusammen zu führen. Doch wirklich gelungen zu sein scheint das nicht.

 

 

Netto Blockdiek

 

Ähnliche Gerüchte wie mangelnder Umsatz und hohe Diebstahlsrate kursieren auch seit der Schließung des Netto Marktes in Blockdiek, dabei konnte jeder der die Medien verfolgt wissen daß das Unternehmen durch Missmanagement in eine Schieflage geraten ist und sich von seiner City-Sparte trennen wollte. In Blockdiek kam hinzu das häufig die Kühltheken ausfielen und auch die Personaleinteilung war alles andere als optimal. Denn oft bildete sich in den Stoßzeiten eine Schlange vor den Kassen die bis ans Ende der Regalreihe erreichte, während zwei Mitarbeitende mit auffüllen der Regale beschäftigt waren. Da ein Ausbau auf 1.600 Quadratmeter nicht möglich war hat man sich entschieden den Markt wie viele andere zu schließen.